ESE / Externe Schulevaluation

Alle drei Jahre führen wir die Schüler/innen-, Eltern- und Lehrerbefragungen mit Evaluationsschwerpunkten, die in der Qualitätsentwicklungs- und Sicherungsarbeit (QES) entwickelt und immer wieder angepasst werden, durch. Gewonnene Erkennt-nisse der Auswertungen dienen der Optimierung von Strukturen und Prozessen im Schulalltag, dem Festlegen von Zielen und der Planung von Massnahmen der weiteren QES-Arbeit. Die meist positiven Rückmeldungen zeigen uns jeweils, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Die Evaluationen gehören im Rahmen der Schulqualitätsentwicklung seit 12 Jahren zum Standard der Primarstufe Neuenegg.

Das Institut für Forschung, Entwicklung und Evaluation der Pädagogischen Hochschule Bern entwickelt im Rahmen eines kantonalen Pilotprojekts Evaluationsmethoden und Instrumente zur Durchführung von externen Schulevaluationen (ESE).
Um eine Aussensicht auf unser Qualitäts-management einzuholen und zur Über-prüfung bestehender Schulevaluationen meldeten wir uns für das Pilotprojekt.

Auf Grundlage einer Stärken-/Schwächen –Analyse (SOFT-Analyse) im Sinne einer Standortbestimmung der PSN und auf Basis des Qualitätsrahmens der Fachstelle für Schulevaluation wurden gemeinsam folgende Evaluationsschwerpunkte (FSE) festgelegt:
-Klassenführung und Unterrichtsklima
-Lernbegleitung, individuelle Förderung und Integration
-Schulinterne Kooperation und Teamarbeit
-Professionelle Führungsstrukturen und Prozesse
-Delegation von Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung
-Gemeinsame Qualitätsansprüche und Ziele
-Gesundheit der Schulangehörigen

Eine schriftliche Vollerhebung richtete sich an alle Mitarbeitenden, alle Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe, alle Eltern und Erziehungsberechtigten.
Rücklauf: Mitarbeiter 77%, Eltern 39%, Kinder 91%,
An Ratingkonferenzen wurden 77 Unter-stufenschüler/-innen befragt.
Der Bewertungsmassstab wurde gemeinsam festgelegt und abschliessend in folgende Auswertungsskala übertragen:
Stufe 1 – wenig entwickelte, defizitäre Praxis
Stufe 2 – Grundlegende Anforderungen an eine funktionsfähige Praxis sind erfüllt
Stufe 3 – Praxis auf gutem Niveau
Stufe 4 – Exzellente Praxis mit hoher situativer Passung
Der Schlussbericht der PHBern ist für unsere Schule sehr erfreulich. Er zeigt keinen dringenden Handlungsbedarf, empfiehlt uns die gute Praxis in vielen Bereichen bewusst weiter zu pflegen und auf unserem Weg zu bleiben. Optimierungs-möglichkeiten zeigen sich in folgenden Bereichen, sind aber Empfehlungen zur Verbesserung auf hohem Niveau:
-Rahmenbedingungen für die Zusammen-arbeit Lehrpersonen-Speziallehrkräfte
-individuelle Lernförderung von Kindern ohne individuelle Lernziele
-Schulleitbild (dieses ist in Neubearbeitung)

Ergebnis für die Primarstufe Neuenegg:
gut bis exzellent

Rückschluss: Ein sehr aufwändiges, zeit-raubendes Pilotprojekt. das den Kanton so einiges an Steuergeldern und uns viel Zeit und Nerven kostete (Die Arbeit der Mitarbeiter/innen PSNeuenegg wurde selbstverständlich in der unterrichtsfreien Zeit erledigt. Das Projekt zog sich über ein Jahr hinaus.)
Es bestätigt uns jedoch auf unserem Weg innovativ nach vorne zu schauen, Forderungen des Kantons auch mal als Vorkämpfer aktiv zu bearbeiten und Schritt für Schritt zu entwickeln, bevor sie für die einzelnen Schulen als nicht immer geeignete „Fertigpackung" übernommen werden müssen. (QES, Evaluationen, Integration, Tagesschule ...) Die schulintern entwickelten Evaluationen erweisen sich für uns als besser an die Primarstufe Neuenegg angepasst und mindestens so aussagekräftig. Vielleicht sind wir dem Kanton manchmal einen Schritt voraus?! Das Pilotprojekt wird voraussichtlich nicht weiter geführt. Wir legen weiterhin grossen Wert auf unsere Feedbackkultur.

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